Connys Welt … oder "higher than heaven" ;-)

Archiv für die Kategorie ‘Lustiges und Nachdenkliches’

„No Prblem“ – wie ein Buch den Weg zu mir findet


Prolog

Der Spielmeister und der Adept standen vor dem Gang des
Vergessens. Dahinter, verborgen im Zwielicht, wartete die
Pforte:

der Eingang zum Spiel.

Der Spielmeister spürte die drängende, unschuldige Neugier der
jungen Seele. Sie wusste nicht.

Der Alte lächelte still, milde. Nur wer genau hinsah, bemerkte
in der dunklen Tiefe seiner Augen einen mitfühlenden Schmerz.
Denn er wusste.

Alles musste so sein.

Leise sprach er zu seinem Schüler:
„Es ist deine Wahl. Du musst das Spiel nicht spielen.“

„Ich weiß. Ich will es aber spielen. Was werde ich erleben?
Werde ich eine Frau sein oder ein Mann? Wo wird das Spiel
stattfinden? Wie lange wird es dauern?“

„Lass dich überraschen. Mach dir nun noch einmal die wichtigste
Regel des Spiels bewusst: Sobald du den Gang des Vergessens
durchschritten hast, wirst du nicht mehr wissen, dass es ein
Spiel ist. Du wirst dich an unser Gespräch nicht mehr erinnern.
Alles, was du träumst, wird dir vollkommen real erscheinen.
Du wirst suchen, leiden und kämpfen, als gäbe es nichts außer
deinem Traum.“

Das junge Wesen antwortete schnell und altklug: „Ja, ja, ich weiß.
Darin liegt ja gerade der Spaß. Kann ich jetzt los?“ Der Spielmeister
nickte ruhig und liebevoll: „Ja, du kannst jederzeit gehen.“

Mit federnden Schritten begab sich die junge Seele in den Gang
des Vergessens. Nach einigen Metern aber drehte sie sich noch einmal
um und kam zurück. Ihre Stimme klang jetzt etwas nachdenklicher:
„Aber was ist, wenn ich mich nie wieder erinnere?“

Der Spielmeister schmunzelte gutmütig und sagte: „Ich dachte
schon, du würdest nie fragen. Wir haben diese Gefahr natürlich
bedacht. Wenn du dich zu tief in deinem Traum verirrst, schicken
wir dir drei Weckrufe.“

„Welche sind das?“

„Zuerst senden wir dir ein Problem.“
„Was ist ein Problem?“
„Ein Problem ist ein Ereignis, das dein Spiel zum Stolpern bringt,
weil du es nicht kontrollieren kannst.“

„Aha. Und was ist der zweite Weckruf?“
„Wenn der Kontrollverlust noch nicht ausreicht, um dich zu
wecken, schicken wir Schmerz. Dann wirst du intensiver unter
deinem Problem leiden.“

„Und was ist, wenn Problem und Schmerz nicht ausreichen? Was,
wenn ich immer noch weiterträume?“
„Für diesen Fall haben wir ein Buch in deinem Spiel deponiert. Es
wird dir zum perfekten Zeitpunkt in die Hände fallen. Es heißt:

NO PRBLEM

Wahrscheinlich wirst du dich über den Titel wundern und es
deshalb in die Hand nehmen. Vielleicht bekommst du es auch
empfohlen. Wie auch immer, es wird dich zur rechten Zeit finden.
Wenn du bereit bist, wirst du es lesen und dich erinnern.“

„Woran merke ich, dass ich bereit bin?“
„Wenn du nicht mehr recht haben musst.“
„Dann ist mein Erwachen also gewiss?“

„Ja, das ist es. Und jetzt geh!“ 

 

(Zitat: Prolog aus „No Prblem“ von Veit Lindau – mit freundlicher Genehmigung von http://www.lifetrust.info)

 ————————————————————————————–

Es ist Zeit für dieses Buch! Jetzt!

Denn dieses Buch hat mich gefunden. Vor ein paar Tagen. Einfach so. So einfach.

Ich war gerade mit facebook beschäftigt und habe nochmals nach einer Nachricht von meiner Tochter geschaut, die ich vor einer Weile bekommen hatte. Dabei ist mir aufgefallen, dass es jetzt bei facebook die Spalte “Nachrichtenanfragen” gibt. Das ist mir vorher noch nie aufgefallen. Und als ich in diesen Ordner geschaut habe, sind mir unzählige Anfragen und Nachrichten entgegengekommen, die ich vorher noch nie gesehen habe. Hauptsächlich waren es Chatanfragen wildfremder Männer oder sonstiger Blödsinn. Aber eine ganz besondere Anfrage ist mir dann doch noch aufgefallen:

Hi liebe Conny. 🙂

Du hast Veit’s neues Buch „NO Prblem. Wie du dein Problem löst.“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

…”

Yeah! Toll! Super! Ich finde Veit Lindau einfach klasse! Schon lange folge ich ihm auf facebook und habe auch seinen tollen Newsletter von lifetrust abonniert. Mein Herz hüpfte vor Freude! Klasse!

Dann kam der Schock: Die Nachricht war vom 25.11.2013! Uff 2013!

In mir war nun der Drang, der Schreiberin kurz mitzuteilen, dass ich das einfach nicht gesehen habe und es keine Absicht von mir war, das Buch nicht zu bekommen. Und so schrieb ich ihr wahrheitsgemäß und ganz spontan, dass ich die Nachricht gerade erst gesehen habe. Daraufhin folgte ein kleiner, sehr sehr netter Schriftwechsel – auch mit einer anderen, sehr netten Dame von lifetrust. Das Team ist wirklich unglaublich nett und super freundlich und herzlich. Ich bin noch völlig überwältigt von diesen netten Mails. Mit so einer herzlichen Gesprächsführung habe ich überhaupt nicht gerechnet und das hat mich ziemlich tief berührt nach dem ganzen Mist, den ich in den letzten Jahren mitgemacht habe.

Und am Wochenende hatte ich dann Post im Briefkasten:

 photo No Problem_zps73f74m4d.jpg

Das Buch mit Lesezeichen 🙂

Und als ich dann noch den Prolog gelesen hatte, war mir klar, dass ich das unbedingt mit euch teilen muss. 🙂

Ist das nicht “wunder”voll und irgendwie magisch? 🙂

1000 Dank nochmal an das super nette Team von Lifetrust! 🙂

Conny

P.S.: Für alle, die neugierig auf das Buch geworden sind, habe ich hier die passenden links:
http://veitlindau.com/
https://shop.lifetrust.info/

Vielleicht ist es ja bei euch auch jetzt Zeit für dieses Buch 😉 Lasst euch einfach von der Seite anregen. Ich kann es nur empfehlen! 🙂

 

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Mediengeil


In weiten Teilen des Landes tobte heute Morgen ein Unwetter. Zum Teil gab es schlimme Folgen 😦 . Mein Mitgefühl gilt allen Betroffenen.

Die „sozialen Netzwerke“ sind voll von Videos der Überschwemmungen. Oft von der Presse gedreht und dann veröffentlicht. Ja, es sind nicht immer nur Gaffer unterwegs, die NICHT von der Presse bezahlt werden.

Gerade ist mir ein Video vor Augen gekommen, bei dem ich 2 x hinschauen musste. Ist es wirklich war, dass ein Mitarbeiter von Radio k.w. sich selbst und die Straße filmt, während er selbst fährt? Er zeigt sich sogar und nennt seinen Namen. Er zögert nicht, uns überschwemmte Unterführungen zu zeigen und DAFÜR über Geh- und Radwege zu fahren. Wie unter den Kommentaren zu lesen war, ist der Nähe sogar eine Grundschule.

Ich frage mich: WAS HAT DER TYP SICH DABEI GEDACHT?

Das ist doch nicht mehr normal, oder?
Was sagt ihr dazu?

https://www.facebook.com/radiokw/videos/10153043401862325/

Ich kann da nur noch den Kopf schütteln!

Der Typ hat doch echt einen Wasser-Schaden, oder?

 

Zukunftswunsch für Möbel für dicke Leute


Ich habe gerade auf Facebook eine Umfrage gesehen, wo es darum ging, wie Möbel für uns dickere Menschen gemacht sein sollten. Da ich seit einer Weile einen neuen, stabilen, bezahlbaren Bürostuhl suche, habe ich mir darüber schon so einige Gedanken gemacht und erzähle euch von meinen Wünschen dazu und plaudere aus dem Nähkästchen, wie es bei uns momentan aussieht.

Der Stuhl sollte natürlich gut aussehen (und nicht unförmig, wie so viele Dinge, die für Dicke gemacht werden), stabil sein, eine hohe Lehne haben, damit ich auch mal meinen Kopf nach hinten legen kann und nicht unterhalb meiner Schulter der Stuhl schon zu Ende ist. Ich möchte auch gerne mal meine Massagematte auflegen können – auch dafür muss er eine hohe Lehne haben. Außerdem möchte ich keinen Stuhl, durch den man durchschauen kann – also keine Netzstrukturen oder sowas. Das gefällt mir einfach nicht. Gut wäre auch, wenn der Bezug stabil und haltbar wäre und nicht direkt immer am unteren Rand einreißt, wie es bei einigen unserer Stühle ist (Dehnbarkeit muss gegeben sein).

Die Funktionshebel müssen gut erreichbar sein (der Bauch stört nun mal beim Vornüberbeugen ein wenig), sollten aber nicht so weit abstehen, dass man daran hängen bleibt. Er sollte auch in hoch ausgefahrener Position stabil sein (und nicht nur den Eindruck machen!). Die Rollen sollten stabil sein, sich aber nicht in den Boden drücken. Irgendwas wird da sicher machbar sein. Von einem Fünfer-Drehkreuz als Fuß gehe ich einfach mal aus – der Sicherheit wegen. Ich mag es auch, wenn er ein bisschen wippen kann. So kann ich immer mal ein bisschen Streß abbauen. Meine Tochter hasst das, sie hat lieber einen unwippenden Stuhl. Vielleicht liegt es daran, dass ein früherer Drehstuhl beim Kippeln mal nach hinten umgefallen ist. Das darf NIE passieren! Optimalerweise wäre so ein Stuhl auch noch Katzenkrallenfest. So einen Stuhl habe ich bereits. Er ist schon fast 30 Jahre alt (da war ich noch gertenschlank). Der Bezug hat noch keine Löcher! Es geht also!
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 Das ist der uralte Stuhl, der katzenkrallenfest ist.  Die Lehne ist kürzlich abgefallen, weil die Schraube gebrochen war. Das wurde notdürftig repariert. Jetzt ist die Lehne fest, aber total fixiert und das Sitzen darauf tut nur noch weh. Schade drum. Er steht im Wohnzimmer und wird zum Zuschneiden, Bügeln oder als Esstischstuhl benutzt.

Meine jüngeren Stühle haben alle einen kaputten Bezug. Leider!
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Der schwarze Stuhl ist mein Lieblingsstuhl. Er ist stabil, hat eine leicht kippelnde Lehne zum Entspannen, ist eigentlich auch von der Lehne her hoch genug und von der Sitzfläche breit genug, so dass die Armlehnen nicht drücken. Leider ist der Bezug kaputt. Daher liegt meistens eine Decke oder ein Kissen drauf. Auf diesem Stuhl sitze ich zum Nähen. Das ist bequem, weil ich ihn in der Höhe verstellen kann und somit keine Probleme mit dem Tischbein oder dem Fußpedal habe.

 

 

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Diesmal mit Massagematte – nur aufgelegt, nicht fixiert.

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Oben ist ein Stuhl, der noch aus „Kinderzimmerzeiten“ übrig geblieben ist. „König der Löwen“ ist und bleibt einfach klasse. 🙂  Dieser Stuhl steht in der Küche. Er sieht klein und harmlos aus, ist aber sehr stabil und knarrt nicht mal.  Das Kissen darauf liegt eigentlich weiter vorne, dann sieht man das Eingerissene nicht mehr so. Ich  habe das nur zum Fotografieren nach hinten geschoben. Auf ihm sitze ich, wenn ich in der Küche arbeite, Essen schnipple, koche und beim Spülen. Lange stehen kann ich immer noch nicht seit dem Bandscheibenschaden. Ich bin heilfroh, dass die Küche so klein ist und ich mich mit dem kleinen Drehstuhl so gut bewegen kann. Eine Drehung vom Tisch zum Ofen, zur Spüle, zum Kühlschrank, zu den Unterschränken. Ich sitze zwar nicht nur, aber manchmal kann ich kaum stehen bleiben – und schon gar nicht krumm, weil die Arbeitsfläche/Spülfläche zu tief für mich ist.

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Das ist ein Stuhl, den ich geschenkt bekommen habe. Leider ist auch hier die Sitzfläche kaputt und insgesamt ist er ziemlich steif. Lange sitzen kann ich hier nicht, denn dann tut mir sofort der Rücken weh.

 

Für alle Stühle habe ich schon Stoff zum Beziehen gekauft, bin aber noch nicht zum Nähen gekommen.

 

Mir ist noch etwas eingefallen/aufgefallen, was ich gerne verändert und an mich dicke Person angepasst hätte: In Möbelhäusern bzw. generell außerhalb meiner Wohnung (auch nicht in Eisdielen, Cafes, ect.) setze ich mich nicht nur nicht mehr auf die Stühle und Drehstühle, weil ich mir Sorgen machen, ob sie mich aushalten. Ich vermeide mittlerweile auch die schönste Couch, wenn sie zu tief (Bodenhöhe) ist oder die Sitzfläche nach hinten hin zu schmal ist. Auch wenn die Seitenteile instabil aussehen, würde ich sie nicht benutzen, da ich Angst hätte, dass sie beim Aufstützen abbrechen. Auch schmale Füsse von Couchen machen mir mittlerweile Sorgen, weil ich mich ja manchmal mehr oder weniger plumpsend in die Kissen fallen lasse, weil der Rücken durch Bandscheibenprobleme nicht so stark ist, wie er sein sollte. Dann bete ich jedes Mal inständig, dass die Füsschen nicht abnicken. Ganz besonders auch, wenn ich bei anderen zu Besuch bin. In der Familie/Freundeskreis darf ich bei einigen Leuten nicht mehr mit am Tisch sitzen, weil sie Angst um ihre leichten Alustühle haben. Da bekomme ich immer vom Speicher so einen alten Holzstuhl runtergebracht. Der ist potthässlich, aber ich nehme es hin, weil ich nichts kaputtmachen will. Aber es ist trotzdem irgendwie eine Ausgrenzung und ich muss immer ein ernstes Wort mit meinem Selbstwertgefühl reden.  Aber lieber auf einem alten, stabilen Stuhl sitzen als auf einem Designerteil zusammenklappen. Alternativ zu diesem Stuhl „darf“ ich auf der Couch sitzen. Ich habe so um die 120 kg. Das ist mein absolutes Höchstgewicht. (vor 10/12 Jahren war ich noch bei 75 kg, davor hatte ich immer so um die 60 kg. Vor 10 Jahren wurde die Depression diagnostiziert, danach kamen Bandscheibenvorfälle, Meniskusschaden, Fersensporne und  ich habe durch die Tabletten und Unbeweglichkeit so zugenommen.) Zuhause habe ich noch aus längst vergangenen Zeiten Eichenmöbel und mittlerweile bin ich froh darum, weil sie so stabil sind. Auch die Schranktüren halten es aus, dass ich mich daran abstütze, wenn ich aus dem untersten Schrank etwas rausholen muss und kaum leicht hoch komme. Meine Tische sind stabil und sicher – und so fühle ich mich wohl. Klapperzeug – und sei es noch so schön – kommt mir nicht mehr in die Wohnung!
 photo DSC_0409_zpsmwblaxnt.jpgUnd das ist die Lehne (mal wieder besetzt) von meiner schönen orientalischen Couch. Sie ist hoch genug, stabil, nicht wackelig. Man kann sich super anlehnen – das ist wirklich ultrabequem. Die Polster der Couch sehen gut aus, das Material ist super und auch kratzfest. Aber sie rutschen beim Draufsitzen immer nach vorne. Hinten im Rückenbereich ist immer ein mehr oder weniger großer Spalt.  Die Couch selbst ist leider schon sehr zusammengesackt und durchgesessen (nicht vom Stoff, nur von der Bequemlichkeit). Mir tut das Sitzen darauf schon weh und ich komme durch die geringe Bodenhöhe ganz schwer und mit Schmerzen hoch. Eigentlich gehören ringsrum alle hohen Kissen, die dabei sind, aber für den Alltag ist das zu unbequem. Da ist vor lauter Kissen kein Platz mehr zum Sitzen. Oder man sitzt so, wie man sitzt, wenn Besuch da ist – gerade und aufrecht. Aber wenn wir alleine sind, lümmeln wir uns gerne auf der Couch rum. Da werden die Beine ausgestreckt (dafür müssen die Kissen weggelegt werden). So ist das nun mal. Ich wohne nicht in einem Möbelhaus. Hier liegt auch mal was rum. Wenn jemand zu Besuch kommt, wird alles wieder ordentlich hingelegt, aber sobald er die Tür raus ist, wird es wieder „bequem“ gemacht. Und bequem ist die Couch, wenn die Kissen runter sind. Dann ist die Liegefläche super breit und schön.

So – jetzt habe ich für heute genug von meiner Wohnung erzählt. Eigentlich wollte ich sowas gar nicht öffentlich zeigen, aber dann dachte ich mir spontan: „Warum eigentlich nicht?“ Nur weil es mir in jungen Jahren immer wieder eingebläut wurde, dass man nichts von der Familie bzw. Zuhause erzählt? Wer uns kennt, kennt das hier und er kommt nicht wegen meiner Möbel, sondern zu uns. Wen das stört und wer meint, lästern zu müssen (aus das kam schon öfter vor), der kann uns gerne neue kaufen oder weg bleiben.  Alle anderen kochen auch nur mit Wasser. Könnte ich noch arbeiten, würde es hier auch anders aussehen. Aber es geht ja mit diesem Bericht darum, wie ich neue Möbel für dicke Menschen machen würde bzw. was man dabei beachten sollte.

Da ich auch die meiste Zeit meines Lebens zu den „Dünnen“ gehörte, kenne ich auch diese Seite. Und auch da könnte man noch einiges verbessern. Darüber habe ich auch vorhin lange nachgedacht.

Was sagt ihr dazu?

Lieben Gruß

Conny

Hausbesuche? Ach, rufen Sie doch den Notarzt


Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterfest.

Bei uns ist das einfach ausgefallen. Meine Tochter und ich haben seit Donnerstag Fieber – immer zwischen 38,6 und 39,9. Wir haben kaum gegessen, dafür viel ausgeruht, viel gehustet, Unmengen Taschentücher und Tee gebraucht.

Natürlich hat uns jeder nahegelegt, den Notarzt anzurufen, weil es immer leicht ist, sowas zu sagen, wenn man nicht selbst krank ist. Geht mir ja auch nicht anders. Aber wenn ich vor dieser Entscheidung stehe und ich komme noch „irgendwie“ selbst klar, dann rufe ich keinen. Notärzte ruft man nicht einfach so, denke ich. Da muss man schon in Lebensgefahr sein oder sich nicht mehr bewegen können oder sowas. Aber für eine Erkältung mit Fieber? Nein, das konnten wir beide nicht mit uns ausmachen.  Glücklicherweise habe ich genug Ibu und Paracetamol im Haus gehabt (weil ich so oft Rückenschmerzen habe), Hustensaft, Salzwasser-Nasenspray, Salben zum Einreiben ect. hab ich auch im Haus.

Und so haben wir uns über Ostern immer wieder Fieber gemessen, wieder runtergekühlt, Wadenwickel gemacht, Tabletten gekommen und versucht, uns gesund zu schlafen. Mit trockenem Reizhusten und anschließendem Schnupfen nicht so einfach.

Wir haben uns daran festgehalten, dass wir heute ja zum Arzt gehen können, wenn es nicht besser ist.

Leider ist es aber so, dass der Kreislauf auch heute einfach im Keller ist. So schwindelig, wie uns ist, kann keiner Auto fahren oder zum Arzt laufen oder Stunden im Wartezimmer verbringen (vermutlich eher stehend als sitzend, weil zu wenig Stühle da sind). Absolut unmöglich für uns, da heute heute hinzugehen. Also habe ich um 8 Uhr beim Doc angerufen. Die Arzthelferin pampte mich direkt an, dass das der erste Tag nach dem Urlaub ist und das Wartezimmer voll ist und wir kommen müssten, natürlich Wartezeit einrechnen. Ich hab ihr gesagt, dass das nicht geht und gefragt, ob der Doc (zu dem ich mit einer Unterbrechung seit 35 Jahren gehe) heute noch rauskommen könnte.

„Das geht nicht. Der Doktor kommt nicht raus, sie müssen schon selbst kommen. Glauben Sie, Sie könnten so einfach einen HAUSBESUCH EINFORDERN?“ zickte sie mich mit extrem vorwurftsvoller Stimme an. Mir war, als hätte ich den Kaiser von China um eine Audienz gebeten, und das mit dreckigen Füßen.  Ich hab überhaupt nichts eingefordert, sondern einfach nur nachgefragt, ob das möglich wäre.  Dann hat sie mich 10 Minuten in der Warteschleife gehalten, um mir dann pampig und kurz mitzuteilen: „Der Doktor ist im Sprechzimmer, da kann ich jetzt nicht rein. Rufen Sie um 11 Uhr nochmal an. Ich lasse ihr Karteikarten hier draußen liegen.“

Zack – da hatte ich die erste Watschen weg. Wie konnte ich nur nachfragen? Wie konnte ich nur krank sein? Wo sie doch gerade Urlaub hatten? Und heute den ersten Tag wieder arbeiten müssen. Da muss ich doch Verständnis haben, wenn sie morgens um 8 Uhr schlechte Laune hat, oder? grmpf

Also hab ich um kurz nach 11 Uhr nochmal angerufen. Diesmal war eine nette, junge Arzthelferin am Telefon. Im Hintergrund waren ziemlich viele Stimmen zu hören. Offensichtlich war die Praxis voll. Die Arzthelferin wusste von nichts, die Kollegin von morgens war schon wieder im Feierabend, die Karten waren nicht auffindbar. So habe ich dann nochmal 10 Minuten in der Warteschleife verbracht und hatte dann den ziemlich gestressten Arzt am Telefon: „Setzen Sie sich in ein Taxi und kommen Sie her. Ich bin doch kein Roboter, nur ein Mensch. Die Praxis ist voll. Heute kann ich gar nicht kommen. Wieso haben Sie keinen Notarzt gerufen? Ich könnte frühestens morgen oder übermogen.“ Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass er im Streß ist, wenn er nach dem Urlaub auf ein volles Wartezimmer trifft. Ich kann auch verstehen, dass ihm das alles zuviel ist. Das hab ich ihm auch gesagt. Aber ich fühle mich einfach nicht in der Lage, in die Praxis zu kommen. Und ich habe mich schon mit sehr schlimmen Krankheiten in die Praxis geschleppt. Habe so dicke Mandeln gehabt, dass ich selbst Spucke nicht mehr schlucken konnte. Er dachte, das wäre Diphterie, so dicht war ich. Ich habe so oft mit hohem Fieber da gesessen. Im letzten Jahr bin ich mit dem Bandscheibenvorfall noch selbst in die Praxis gefahren, weil er nicht rausgekommen ist. Es ist ein Wunder, dass ich das unfallfrei hingekriegt habe mit dem tauben Bein und dem Schalten. Einfach unverantwortlich von mir, so noch zu fahren. Aber ich hatte keine Wahl. Aber heute? Wenn ich so benebelt fahre würde? Mit meiner kranken Tochter an Board? Nein! Es geht ja nicht nur um  mich. Für ein Taxi habe ich kein Geld und es ist niemand da, der uns fahren könnte. Laufen geht gar nicht. Das schaffe ich nicht mal bis zum Mülleimer draußen.  Nach 5 Tagen Fieber ist mein Körper völlig neben der Spur. Und meiner Tochter geht es nicht besser.

Nachdem er noch mehrmals erwähnt hat, dass er kein Roboter ist, habe ich ihm gesagt, dass er nicht kommen muss, wenn es absolut nicht geht. Ich kann das verstehen. Wenn voll, dann voll. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Dann würde ich halt den Notarzt anrufen (da der Arzt das ja jetzt selbst vorgeschlagen hat).  Das hat ihm aber auch nicht gefallen: „Der Notarzt kommt nicht raus, wenn Sprechzeiten sind. Der käme frühestens um 20.00 Uhr. Und wenn Sie dem sagen, dass sie bei uns nicht behandelt wurden, gibt es Ärger.  …. Ich komme entweder heute in der Mittagszeit oder Abends.“ Sprach’s und fertig.

Nach dem Telefonat war ich wie betäubt. Zuerst die Anfuhr heute Morgen am Telefon von der ersten Arzthelferin mit diesem Vorwurf, den Hausbesuch einzufordern. Dann jetzt diese Ansage vom Arzt. Ich schwanke zwischen „ich rufe da jetzt an und dann soll er bleiben, wo der Pfeffer wächst“ und „es geht einfach nicht, wenn kein Arzt kommt“. Meine Tochter ist ebenfalls ziemlich angefressen über die Art und Weise, wie die uns abgefertigt haben. Wir sind auch keine Roboter, sondern Menschen – und dazu noch kranke. Ich würde nie nach einem Hausbesuch fragen, wenn ich einen anderen Weg sehen würde. Und jetzt versuchen die, uns ein schlechtes Gewissen zu machen deswegen? Kann ja wohl nicht wahr sein.  Das ist ja wohl eher kontraproduktiv, oder? Heilsam ist das auf keinen Fall. Ich bin gerade so wütend.

….

2 Stunden später. Der Arzt war hier. Er hat mehrmals betont, dass er nur rausgekommen ist, weil er mich so gut leiden kann, sonst wäre er nicht gekommen. Er hätte jetzt noch 20 Patienten in der Praxis sitzen. Er hat uns im Wohnzimmer untersucht. Meine Tochter zur Balkontür geschoben, damit er in ihren Hals schauen konnte. Als Licht hat er sein Handy vor ihren Mund gehalten. (so dunkel ist es doch bei uns gar nicht. Schon gar nicht, wenn wie heute die Sonne scheint und hier die gesamte Beleuchtung an ist). Mehr schwankend als laufend taumelte sie zur Tür, wo er ihr zuerst einen Holzspatel tief in den Hals schob, bis sie röchelte,  dann noch abgehört hat und das war es schon.

Bei mir lief es ähnlich ab, nur ohne Balkontür. Ich konnte auf dem Stuhl sitzen bleiben.  Den Spatel hat er sich auch geschenkt. Besser ist das! Ruppig und kurz gingen unsere Untersuchungen innerhalb von Minuten zuende. Ich bekam eine Spritze gegen Fieber und Schmerzen. Meine Tochter wollte keine und hat das auch klar und deutlich gesagt. Er hielt sich dann dran, dass sie auch eine kriegen sollte. Er würde ja dafür keinen Euro mehr kriegen. Es würde ihr nur besser gehen mit der Spritze. Da sie aber ebenso Angst vor Spritzen hat wie ich, wollte sie nicht. Und er hielt sich dran und hielt sich dran und bedrängte sie sogar körperlich, folgte ihr bis auf die Couch. Ich bin dazwischen gegangen. Er hat dann die Rezepte ausgeschrieben, hat zig mal nach Allergien gefragt, hat zig mal nach unseren Namen gefragt, nochmal nach Allergien. Und wieder erwähnt, dass er das nur ausnahmsweise gemacht hat, weil er mich so mag. Dann hat er noch irgendwas von mich heiraten gesagt, dass das aber zu spät wäre und dass er meine Tochter nicht heiraten würde (weil sie keine Spritze wollte) und dass wir uns aber so lange kennen und er nur deshalb gekommen wäre.  Das ging alles so schnell, ich konnte gar nicht so schnell denken. Dann schnappte er sich unsere Versicherungskarten, packte sie ein, bestellte uns für Freitag in die Praxis und dann war er wieder weg.

Mein Ex-Mann war gerade hier, er wird für uns die Rezepte einlösen gehen. Ich bin ganz froh drum und wundere mich ein bisschen darüber. Er erzählte, dass er heute morgen auch bei diesem Arzt war. Er hatte auch um 8 Uhr angerufen, war 15 Minuten in der Warteschleife und hatte dann aufgelegt. Um Viertel nach 11 Uhr war er dann in der Praxis, um ein Rezept zu holen. Es war wohl sehr voll dort. Die Patienten haben bis draußen im Flur gestanden. Er hat mitgekriegt, als ich da angerufen habe, hat die Diskussion in der Praxis wegen „Hausbesuch“ mitgekriegt. Er hatte aber keine Ahnung, dass ich am Telefon war.  Ganz schön schräg, oder?

Jetzt warten wir auf die Medikamente (Penicillin und Ambroxol  – igitt). Kann ja nur aufwärts gehen, oder?

Jetzt, wo ich das alles aufschreibe und Revue passieren lasse, fällt mir auf, wie schrägt das alles war. Normal ist das nicht, oder? Ich habe überhaupt keine Lust mehr, da jemals wieder hinzugehen. Der ist her voll über Grenzen gegangen und hatte gar keinen Plan, wer wir sind oder wer was hat oder Allergien oder so.  Ich könnte fast vermuten, dass er wie im Burnout arbeitet. Fast so war es bei mir damals auch. Ich hab zwar alles gehört, aber nichts verstanden. Geht mir heute noch oft so.

 

Was denkt ihr darüber? Habt ihr sowas auch schon mal erlebt? Was macht ihr wirklich in so einer Situation? Holt ihr sofort einen Notarzt? Wartet ihr auch viel zu lange mit dem Arztbesuch? Oder bin ich mit diesem „ach, das wird schon nicht so schlimm sein“ alleine? Ich denke immer „andere sind kranker als ich und brauchen den Arzt eher“ und „denen darf ich die Zeit nicht nehmen“. Gut ist das nicht, wenn ich mich mental so runtermache.  Ich lerne doch gerade in der Therapie, dass ich für mich und meine Bedürfnisse einstehen soll und das auch deutlich machen soll. Und immer wieder üben, üben, üben.

Ich weiß nicht mal, was er mir da gespritzt hat. Und eine Diagnose gab es auch nicht – wie immer. Und ich fühle mich ganz knautschig im Kopf.

Dematerialisiert: Frau löst sich in Live-Sendung auf


Mysteriööös

Das Erwachen der Valkyrjar

Bei einer Live-Übertragung des dänischen Fernsehens passierte etwas Mysteriöses: Eine Frau im Hintergrund ist plötzlich einfach weg.

Das Video zeigt ein gewöhnliches Interview an der Gepäckausgabe eines Flughafens. Während der Reporter von TV2 den Frauen-Handball-Nationaltrainer Klaus Bruun am Kopenhagener Flughafen interviewt, sieht man im Hintergrund Flugpassagiere, die ihre Koffer vom Gepäckband abholen.Zwei Frauen unterhalten sich kurz. Eine der Frauen läuft mit ihrem Gepäckwagen durch den linken Teil des Bildes und verdeckt die andere. Dann ist die zweite Dame nicht mehr da.

Nun rätselt die Internetgemeinde, was da wirklich passiert ist? Ist es eine Entführung von Außerirdischen, ein Bildfehler oder oder oder?

http://de.sputniknews.com/videoklub/20160318/308527297/frau-verschwindet-live-sendung.html

.

Gruß an „Verschwundene“

TA KI

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