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Hausbesuche? Ach, rufen Sie doch den Notarzt


Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Osterfest.

Bei uns ist das einfach ausgefallen. Meine Tochter und ich haben seit Donnerstag Fieber – immer zwischen 38,6 und 39,9. Wir haben kaum gegessen, dafür viel ausgeruht, viel gehustet, Unmengen Taschentücher und Tee gebraucht.

Natürlich hat uns jeder nahegelegt, den Notarzt anzurufen, weil es immer leicht ist, sowas zu sagen, wenn man nicht selbst krank ist. Geht mir ja auch nicht anders. Aber wenn ich vor dieser Entscheidung stehe und ich komme noch „irgendwie“ selbst klar, dann rufe ich keinen. Notärzte ruft man nicht einfach so, denke ich. Da muss man schon in Lebensgefahr sein oder sich nicht mehr bewegen können oder sowas. Aber für eine Erkältung mit Fieber? Nein, das konnten wir beide nicht mit uns ausmachen.  Glücklicherweise habe ich genug Ibu und Paracetamol im Haus gehabt (weil ich so oft Rückenschmerzen habe), Hustensaft, Salzwasser-Nasenspray, Salben zum Einreiben ect. hab ich auch im Haus.

Und so haben wir uns über Ostern immer wieder Fieber gemessen, wieder runtergekühlt, Wadenwickel gemacht, Tabletten gekommen und versucht, uns gesund zu schlafen. Mit trockenem Reizhusten und anschließendem Schnupfen nicht so einfach.

Wir haben uns daran festgehalten, dass wir heute ja zum Arzt gehen können, wenn es nicht besser ist.

Leider ist es aber so, dass der Kreislauf auch heute einfach im Keller ist. So schwindelig, wie uns ist, kann keiner Auto fahren oder zum Arzt laufen oder Stunden im Wartezimmer verbringen (vermutlich eher stehend als sitzend, weil zu wenig Stühle da sind). Absolut unmöglich für uns, da heute heute hinzugehen. Also habe ich um 8 Uhr beim Doc angerufen. Die Arzthelferin pampte mich direkt an, dass das der erste Tag nach dem Urlaub ist und das Wartezimmer voll ist und wir kommen müssten, natürlich Wartezeit einrechnen. Ich hab ihr gesagt, dass das nicht geht und gefragt, ob der Doc (zu dem ich mit einer Unterbrechung seit 35 Jahren gehe) heute noch rauskommen könnte.

„Das geht nicht. Der Doktor kommt nicht raus, sie müssen schon selbst kommen. Glauben Sie, Sie könnten so einfach einen HAUSBESUCH EINFORDERN?“ zickte sie mich mit extrem vorwurftsvoller Stimme an. Mir war, als hätte ich den Kaiser von China um eine Audienz gebeten, und das mit dreckigen Füßen.  Ich hab überhaupt nichts eingefordert, sondern einfach nur nachgefragt, ob das möglich wäre.  Dann hat sie mich 10 Minuten in der Warteschleife gehalten, um mir dann pampig und kurz mitzuteilen: „Der Doktor ist im Sprechzimmer, da kann ich jetzt nicht rein. Rufen Sie um 11 Uhr nochmal an. Ich lasse ihr Karteikarten hier draußen liegen.“

Zack – da hatte ich die erste Watschen weg. Wie konnte ich nur nachfragen? Wie konnte ich nur krank sein? Wo sie doch gerade Urlaub hatten? Und heute den ersten Tag wieder arbeiten müssen. Da muss ich doch Verständnis haben, wenn sie morgens um 8 Uhr schlechte Laune hat, oder? grmpf

Also hab ich um kurz nach 11 Uhr nochmal angerufen. Diesmal war eine nette, junge Arzthelferin am Telefon. Im Hintergrund waren ziemlich viele Stimmen zu hören. Offensichtlich war die Praxis voll. Die Arzthelferin wusste von nichts, die Kollegin von morgens war schon wieder im Feierabend, die Karten waren nicht auffindbar. So habe ich dann nochmal 10 Minuten in der Warteschleife verbracht und hatte dann den ziemlich gestressten Arzt am Telefon: „Setzen Sie sich in ein Taxi und kommen Sie her. Ich bin doch kein Roboter, nur ein Mensch. Die Praxis ist voll. Heute kann ich gar nicht kommen. Wieso haben Sie keinen Notarzt gerufen? Ich könnte frühestens morgen oder übermogen.“ Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass er im Streß ist, wenn er nach dem Urlaub auf ein volles Wartezimmer trifft. Ich kann auch verstehen, dass ihm das alles zuviel ist. Das hab ich ihm auch gesagt. Aber ich fühle mich einfach nicht in der Lage, in die Praxis zu kommen. Und ich habe mich schon mit sehr schlimmen Krankheiten in die Praxis geschleppt. Habe so dicke Mandeln gehabt, dass ich selbst Spucke nicht mehr schlucken konnte. Er dachte, das wäre Diphterie, so dicht war ich. Ich habe so oft mit hohem Fieber da gesessen. Im letzten Jahr bin ich mit dem Bandscheibenvorfall noch selbst in die Praxis gefahren, weil er nicht rausgekommen ist. Es ist ein Wunder, dass ich das unfallfrei hingekriegt habe mit dem tauben Bein und dem Schalten. Einfach unverantwortlich von mir, so noch zu fahren. Aber ich hatte keine Wahl. Aber heute? Wenn ich so benebelt fahre würde? Mit meiner kranken Tochter an Board? Nein! Es geht ja nicht nur um  mich. Für ein Taxi habe ich kein Geld und es ist niemand da, der uns fahren könnte. Laufen geht gar nicht. Das schaffe ich nicht mal bis zum Mülleimer draußen.  Nach 5 Tagen Fieber ist mein Körper völlig neben der Spur. Und meiner Tochter geht es nicht besser.

Nachdem er noch mehrmals erwähnt hat, dass er kein Roboter ist, habe ich ihm gesagt, dass er nicht kommen muss, wenn es absolut nicht geht. Ich kann das verstehen. Wenn voll, dann voll. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Dann würde ich halt den Notarzt anrufen (da der Arzt das ja jetzt selbst vorgeschlagen hat).  Das hat ihm aber auch nicht gefallen: „Der Notarzt kommt nicht raus, wenn Sprechzeiten sind. Der käme frühestens um 20.00 Uhr. Und wenn Sie dem sagen, dass sie bei uns nicht behandelt wurden, gibt es Ärger.  …. Ich komme entweder heute in der Mittagszeit oder Abends.“ Sprach’s und fertig.

Nach dem Telefonat war ich wie betäubt. Zuerst die Anfuhr heute Morgen am Telefon von der ersten Arzthelferin mit diesem Vorwurf, den Hausbesuch einzufordern. Dann jetzt diese Ansage vom Arzt. Ich schwanke zwischen „ich rufe da jetzt an und dann soll er bleiben, wo der Pfeffer wächst“ und „es geht einfach nicht, wenn kein Arzt kommt“. Meine Tochter ist ebenfalls ziemlich angefressen über die Art und Weise, wie die uns abgefertigt haben. Wir sind auch keine Roboter, sondern Menschen – und dazu noch kranke. Ich würde nie nach einem Hausbesuch fragen, wenn ich einen anderen Weg sehen würde. Und jetzt versuchen die, uns ein schlechtes Gewissen zu machen deswegen? Kann ja wohl nicht wahr sein.  Das ist ja wohl eher kontraproduktiv, oder? Heilsam ist das auf keinen Fall. Ich bin gerade so wütend.

….

2 Stunden später. Der Arzt war hier. Er hat mehrmals betont, dass er nur rausgekommen ist, weil er mich so gut leiden kann, sonst wäre er nicht gekommen. Er hätte jetzt noch 20 Patienten in der Praxis sitzen. Er hat uns im Wohnzimmer untersucht. Meine Tochter zur Balkontür geschoben, damit er in ihren Hals schauen konnte. Als Licht hat er sein Handy vor ihren Mund gehalten. (so dunkel ist es doch bei uns gar nicht. Schon gar nicht, wenn wie heute die Sonne scheint und hier die gesamte Beleuchtung an ist). Mehr schwankend als laufend taumelte sie zur Tür, wo er ihr zuerst einen Holzspatel tief in den Hals schob, bis sie röchelte,  dann noch abgehört hat und das war es schon.

Bei mir lief es ähnlich ab, nur ohne Balkontür. Ich konnte auf dem Stuhl sitzen bleiben.  Den Spatel hat er sich auch geschenkt. Besser ist das! Ruppig und kurz gingen unsere Untersuchungen innerhalb von Minuten zuende. Ich bekam eine Spritze gegen Fieber und Schmerzen. Meine Tochter wollte keine und hat das auch klar und deutlich gesagt. Er hielt sich dann dran, dass sie auch eine kriegen sollte. Er würde ja dafür keinen Euro mehr kriegen. Es würde ihr nur besser gehen mit der Spritze. Da sie aber ebenso Angst vor Spritzen hat wie ich, wollte sie nicht. Und er hielt sich dran und hielt sich dran und bedrängte sie sogar körperlich, folgte ihr bis auf die Couch. Ich bin dazwischen gegangen. Er hat dann die Rezepte ausgeschrieben, hat zig mal nach Allergien gefragt, hat zig mal nach unseren Namen gefragt, nochmal nach Allergien. Und wieder erwähnt, dass er das nur ausnahmsweise gemacht hat, weil er mich so mag. Dann hat er noch irgendwas von mich heiraten gesagt, dass das aber zu spät wäre und dass er meine Tochter nicht heiraten würde (weil sie keine Spritze wollte) und dass wir uns aber so lange kennen und er nur deshalb gekommen wäre.  Das ging alles so schnell, ich konnte gar nicht so schnell denken. Dann schnappte er sich unsere Versicherungskarten, packte sie ein, bestellte uns für Freitag in die Praxis und dann war er wieder weg.

Mein Ex-Mann war gerade hier, er wird für uns die Rezepte einlösen gehen. Ich bin ganz froh drum und wundere mich ein bisschen darüber. Er erzählte, dass er heute morgen auch bei diesem Arzt war. Er hatte auch um 8 Uhr angerufen, war 15 Minuten in der Warteschleife und hatte dann aufgelegt. Um Viertel nach 11 Uhr war er dann in der Praxis, um ein Rezept zu holen. Es war wohl sehr voll dort. Die Patienten haben bis draußen im Flur gestanden. Er hat mitgekriegt, als ich da angerufen habe, hat die Diskussion in der Praxis wegen „Hausbesuch“ mitgekriegt. Er hatte aber keine Ahnung, dass ich am Telefon war.  Ganz schön schräg, oder?

Jetzt warten wir auf die Medikamente (Penicillin und Ambroxol  – igitt). Kann ja nur aufwärts gehen, oder?

Jetzt, wo ich das alles aufschreibe und Revue passieren lasse, fällt mir auf, wie schrägt das alles war. Normal ist das nicht, oder? Ich habe überhaupt keine Lust mehr, da jemals wieder hinzugehen. Der ist her voll über Grenzen gegangen und hatte gar keinen Plan, wer wir sind oder wer was hat oder Allergien oder so.  Ich könnte fast vermuten, dass er wie im Burnout arbeitet. Fast so war es bei mir damals auch. Ich hab zwar alles gehört, aber nichts verstanden. Geht mir heute noch oft so.

 

Was denkt ihr darüber? Habt ihr sowas auch schon mal erlebt? Was macht ihr wirklich in so einer Situation? Holt ihr sofort einen Notarzt? Wartet ihr auch viel zu lange mit dem Arztbesuch? Oder bin ich mit diesem „ach, das wird schon nicht so schlimm sein“ alleine? Ich denke immer „andere sind kranker als ich und brauchen den Arzt eher“ und „denen darf ich die Zeit nicht nehmen“. Gut ist das nicht, wenn ich mich mental so runtermache.  Ich lerne doch gerade in der Therapie, dass ich für mich und meine Bedürfnisse einstehen soll und das auch deutlich machen soll. Und immer wieder üben, üben, üben.

Ich weiß nicht mal, was er mir da gespritzt hat. Und eine Diagnose gab es auch nicht – wie immer. Und ich fühle mich ganz knautschig im Kopf.

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Alternative Behandlungen ;-)


Für jeden Menschen und für jede Krankheit gibt es ein Mittelchen. Welches möglicherweise für dich gut ist, kannst du nur ganz alleine entscheiden. 😉

Wenn Du mal wieder müde und kraftlos bist, dann schau doch mal kurz mit einem Augenzwinkern in diesen Text, den ich in den Weiten des Internets gefunden habe:

********

„Es geht mir nicht gut. Ich fühle mich müde, kraftlos, und irgendwie tut alles weh. Der Alltag ist unendlich mühsam, die Kinder nerven bis in die letzte Zelle hinein. Der Magen schmerzt, in meinem Hirn ein großes Loch. Dauernd Streit mit meinen Lieben, an Schlaf ist trotz Hundemüdigkeit nicht zu denken, weil’s im Kopf nur rumort. Da kann doch was nicht stimmen! Der Weg zur Heilung führt über die Fachleute, oder? Wollt ihr mich ein Stück begleiten?“

Hausarzt:
„Ich verschreibe Ihnen 3 Mittel: die blauen nehmen Sie morgens und abends, die gelben 1x vor dem Schlafengehen. Und wenn Sie davon Magenschmerzen kriegen, schlucken Sie die gestreiften einfach direkt nach jeder der anderen Tabletten. Sollten Sie auf die blauen Kopfweh kriegen, dann schreibe ich Ihnen noch Tropfen auf, die das wieder besser machen, und wenn irgendwo ein Ausschlag auftauchen sollte, nehmen Sie diese Salbe. Es ist ein Ärztemuster, das geb‘ ich Ihnen so dazu. Die wirkt schnell. Es ist ein wenig Cortison drin, aber eh nur ganz wenig, die können Sie ruhig nehmen. Und nehmen Sie die Tabletten unbedingt regelmäßig; da kann man gar nichts anderes machen! Auf Wiedersehen.“

Internist:
„Jetzt machen wir mal ein Blutbild, ein Röntgenbild, ein Passbild, eine Computer-Tomographie, eine Magnetresonanz-Tomographie, eine Harnprobe, eine Stuhlprobe, eine DNA-Analyse, eine Haaranalyse, eine Hirnanalyse, eine Allergie-Analyse, ein EKG, ein EEG, ein AEG, eine Magenspiegelung, eine Blasenspiegelung, eine Darmspiegelung, eine Kehlkopfspiegelung, und die Kopfspiegelung. Vorab probieren Sie doch mal diese neue Salbe von Chemopharm. Sie sind doch hoffentlich zusatzversichert?“

Alternativer Zahnarzt:
„Die Amalgamplomben müssen alle raus, Sie sind ja ganz vergiftet. Da machen wir überall Kronen drauf, die kosten zwar mehr, aber die halten auch länger. Und kommen Sie jede Woche einmal zur Mundspülung – in Ihrem Mund gibt es noch immer Bakterien, denen müssen wir zu Leibe rücken, sonst haben Sie nie Ruhe.“
Homöopath: (nach zweistündiger Ordination) „Ganz sicher bin ich mir noch nicht. Sie sind ein schwieriger Fall. Da brauche ich noch ein paar Tage Zeit. Ich muss erst mal darüber meditieren. Die Globuli schicke ich Ihnen dann nach Hause. Nehmen Sie bitte 1 Stück von der Hochpotenz, und 3 Mal täglich von den Niederpotenzen. Und nach 6 Wochen telefonieren wir wieder!“

TCM-Akupunkteur:
„Ihre Meridiane sind ja ganz verstopft, da kann ja das Chi nicht fließen. Außerdem sind Ihre 5 Elemente im Ungleichgewicht. Akupunktur ist eine uralte Heilmethode aus China und wirkt garantiert. Die Chinesen heilen sogar Knochenbrüche damit. Jetzt steche ich sie mal an wie ein Nadelkissen, dann verordne ich Ihnen noch eine geschmalzene 5-Elemente-Diät und gebe Ihnen 20 Qi-Gong-Übung zur Meridianstärkung mit auf den Weg.“

Naturheilpraktiker:
„Ganz klar: Darmpilz. Sanierung ist angesagt. Gleich eine Hydro-Colon-Darmspülung.“

Ganzheitlicher Ernährungsberater:
„Kein Fleisch, kein Mehl, keine Milchprodukte, keine Eier, nichts Gekochtes, kein Zucker, kein Salz, kein Pfeffer, kein Fett, kein Tee, kein Kaffee, kein Alkohol, kein Nikotin, kein Auto, kein Telefon, kein Sex, am besten nur Obst, Gemüse, Soja, rohe Getreidekörner, Mineralwasser. Das beseitigt garantiert jedes Unwohl- oder Kranksein.“

Bioresonanz:
„Hausstauballergie, Milbenallergie, Milcheiweißallergie, Weizenallergie, Tomatenallergie, Gurkenallergie, Arbeitsallergie.
Uiiii, das wird dauern!“

Radiästhesie:
„Um Gottes Willen, Wasseradern, Erdstrahlen, Störzonen, Elektrosmog! Bett umstellen, Iso-Matte und Kupferspiralen unters Bett, sofort eine Grander-Anlage ins Hauswassersystem einbauen lassen!“ (alles bei ihm beziehbar)

Psychotherapeut:
„Wovor verschließen Sie denn die Augen? Was wollen Sie nicht sehen? Was macht Sie denn so müde? Sie müssen hinschauen, sich dem Problem stellen. Sie müssen damit umgehen, sich selbst liebevoll annehmen lernen. –
Klar, diese Tabletten! Wenn Sie wollen, dass ich Ihnen helfe, müssen Sie damit aufhören, Sie sind ja gar nicht Sie selbst!“

Psychoanalytiker:
„Das ist der verdrängte Ödipus-Komplex. Sie haben eine gestörte Vater-Übertragung auf Ihren Chef, der Sie an einen ehem. Wohn- Nachbarn aus Ihrer frühen Kindheit erinnert. Legen Sie sich einmal auf die Couch und assoziieren Sie frei vor sich hin – ich schlafe inzwischen eine Runde in meinem Sessel.“

Releasing Therapeut:
Da sind noch einige Devices von Matriachat (mindestens 379) Stück in Deiner Aura und Deinen Genen. Du musst jetzt mindestens 3 Monate keinen Sex haben, 2 mal die Woche zu einer Session kommen und meine nächsten 5 Releasing Wochenend- Seminare besuchen. Wenn Du gut bist, kannst Du dann nach den 5 WS’s assistieren, und dann schauen wir mal weiter was der allerhöchste Geist zu Deinem Fall sagt.

Reiki-Meister:
„Ja, ich kann das gut wahrnehmen: die Energie fließt nicht so richtig. Kommen Sie zehn Mal, dann sehen wir weiter. Sie sollten nicht so viel reden – legen Sie sich einfach hin und entspannen Sie sich! Reiki macht das schon. – Ich mache auch Fernheilungen: ich sitze hier und konzentriere mich ganz auf Sie zu Hause. Macht 80 € die Sitzung.“

Kinesiologe:
„Sie sind ja ziemlich aus der Balance. Ich gleiche jetzt einmal Ihre Gehirnhälften aus und zeige Ihnen, wie Sie daheim die Augen rollen müssen. Dann werden Ihre Selbstheilungskräfte schon wieder aktiv werden.“

Astrologe:
„Du hast den Uranus und den Saturn gerade direkt auf Deinem Jupiter, und der Mond steht in Konjunktion mit Pluto genau gegenüber. Das ist ein bisschen heftig. Keine Sorge, nach einem Jahr löst sich das allmählich wieder auf.“

Feng Shui:
„Schau Dir doch Deine Wohnung an: im Beziehungseck die Schmutzwäsche, im Reichtumseck eine vertrocknete Pflanze, und im Bereich Ruhm und Karriere das Klo…. klarer geht’s nicht, oder? Ich habe da ein paar sehr wirkungsvolle Mobiles und Kristalle, mit denen du diese Fehlbereiche beleben kannst, damit wieder alles ins Lot kommt. Ich verspreche dir: diese Investition zahlt sich aus; hundertfach kriegst du’s zurück.“

Engels-Channel:
„Ich kriege da so eine Botschaft aus dem Jenseits, dass Sie in Wirklichkeit jemand ganz anderer sind. Sie gehören nicht in diese Welt, Sie sind zu Höherem berufen. Lernen Sie das Channeln und fangen Sie endlich an zu heilen; das ist Ihre wahre Berufung. Die jenseitigen Meister warten nur mehr auf Ihr „Ja“. Wissen Sie, ich sag das nur zu Ihnen: nächsten Monat beginnt eine Ausbildungsgruppe bei mir, wo ich solchen Menschen wie Ihnen beibringe, wie man seine Fähigkeiten entwickelt und zum Wohl der Welt einsetzt. Wenn ich so überlege: ich könnte mir vorstellen, dass gerade Sie dafür besonders talentiert sind und eines Tages vielen Menschen damit helfen könnten.“

Katholischer Seelsorger:
„Beten Sie, liebe Schwester, beten Sie! Jesus liebt Sie! Das ist mehr als genug. Meinen Sie nicht? Warum versteifen Sie sich so darauf, dass Sie von Ihrem Mann Liebe brauchen? Lassen Sie los! Öffnen Sie sich dem Heiligen Geist. Kommen Sie zu mir, wann immer es Ihnen Ihr Herz sagt – auch wenn es mitten in der Nacht ist – und erzählen Sie mir alles! Das wird Sie erleichtern. Bei mir sind Sie in guten Händen, ganz sicher und ganz unverbindlich und kostet Sie auch nichts, wie bei den Therapeuten, den Sekten und dem Psychokult. Ich tue das ganz uneigennützig…“

Gestalttherapeut:
„Rauslassen! Komm, lass es raus! Schrei, schrei endlich! Trau dich!“

Edelsteintherapeut:
„Hier habe ich viele bunte Steinchen. Welchen wollen Sie nehmen, einen roten, einen blauen, einen grünen? Smaragd, Saphir, Bergkristall? Männchen oder Weibchen? Suchen Sie sich einen aus, ganz spontan und intuitiv, und legen Sie ihn sich jeden Tag 30 Minuten auf die Brust. Das öffnet die Chakren.“

Familientherapeut:
„Jetzt stellen wir mal Ihr Familiensystem auf. Gibt es da irgendwelche „schwarzen Schafe“, abgetriebene Kinder, verstoßene Enkeln, Onkeln und Tanten, enterbte Nichten und Neffen, betrogene Ehemänner, faule Schul- und Studienabbrecher? Die stören das Familiensystem, und deren erblicher Einfluss wirkt sich auf Sie hemmend aus, Sie können Ihre Potenziale nicht voll entfalten. – So, jetzt rücken sie mal das System zurecht, verbeugen sich vor Vater und Mutter, Oma und Opa, Urgroßvater und Urgroßmama, alle Geschwister, Cousins und Stiefenkeln und danken Ihnen, wofür auch immer, werfen Sie sich vor ihnen auf den Boden und fangen Sie spontan an zu weinen. Das wird die Schuldverstrickung lösen.“

Tachyonen-Berater:
„Was Du erlebst, sind einfach Entgiftungserscheinungen. Da will ganz viel alter Mist raus aus deinem System. Wehr dich nicht dagegen, kauf noch ein paar neue, noch bessere Tachyon-Produkte, zum Beispiel diese wunderbare Blue Green Alge – die reinste Gehirnnahrung, die ideale Versorgung für unser Zeitalter. Du wirst sehen: wenn deine Chakren erst einmal dauerhaft nach oben ausgerichtet sind, schießt dein Energielevel in die Höhe wie nix.“

Tantra-Lehrer:
„In dir ist das Weibliche und das Männliche noch nicht vereint. Sei öfter mal Mann, dann wieder ganz Frau. Bete zu Shakti und Shiva, Shankar und Ganesha, Paramahansa und Yogananda, Bhagvad Gita und Mahabharata…“

Yoga-Lehrer:
„Jetzt machen wir einmal ein paar ganz schwierige Verrenkungen, bis die Wirbelsäule kracht, das tut dem Körper und dem Karma gut. Dann setzen wir uns in den Lotussitz und meditieren „Om“ auf das Bild von Sri Chimnoy, Sri Mataji, Sri Babaji, Krishnamurti, Maharishi, Sai Baba, Ali Baba …“

Aura-Soma:
„Gehen Sie nach innen zu Ihrem inneren Heiler und suchen Sie sich ganz spontan eines der bunten Flascherl aus. Gut. Mit dem tun Sie jetzt gar nichts. Es gibt hier noch die Pomander, die Meisteressenzen, die Lehrlingsessenzen und die Gesellenessenzen, Flascherl zum Umhängen und eine Creme zum Einschmieren, und Sie können es auch als Sammelpackung ganz klein haben zum Mitnehmen auf Reisen. Sind sie nicht schön, diese funkelnden Farben? Ich poliere meine Flaschen jeden Tag liebevoll und rede mit ihnen. Möchten Sie, dass ich einmal zu Ihnen nach Hause komme und Ihnen und Ihren Freundinnen die ganze Kollektion zeige? Sie kriegen natürlich Prozente.“

Heilmasseur:
„Haben Sie gespürt, wie verkrampft Sie im Nacken und in den Schultern sind? Lauter Knoten, die man kaum rausbringt. Ich kenne da ein Gerät, das ich Ihnen empfehlen kann: kaufen Sie sich den Meistermasseur, der knetet jeden Tag Ihren Nacken wie ein Profi. Ich habe gerade noch ein letztes Exemplar dabei.“

Transpersonaler Atemtherapeut:
„Atmen … atmen! Tiefer! Schneller! Tiefer! Schneller! Tiefer! …“

Schamane:
„Sie sind von einem fremden Geist besessen. Jetzt rassle ich mal eine Runde, dann trommeln wir zusammen, beten zum Großen Geist Manitu und zur Mutter Erde, machen einen Trance-Tanz, und dann sind die Geister wieder versöhnt.“

Guter Freund:
„Mädel, besorg dir eine Putzhilfe und geh mal auf Urlaub!!!“

Quelle: leider unbekannt, dafür aber nicht weniger genial 😉

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Mir kommt das ALLES sehr vertraut vor. Die meisten Sachen davon habe ich wirklich im Laufe der letzten Jahre komplett durch. Es war ein weiter Weg vom Erkennen der Symptome bis zum Anerkennen der Krankeit, der über viele der oben genannten Stationen ging.

Meine eigene Erfahrung durch meine Depressionen und mein burn-out zeigten mir deutlich, dass es je nach aktueller  Stärke der Krankheit immer Wege gibt, aus diesem Kreislauf auszusteigen.  Manchmal reicht eine Haushaltshilfe, manchmal Tabletten oder eine Therapie. Ich finde es nicht verwerflich, diese Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen, wenn man alleine nicht mehr klarkommt. Das ist keine Schande! Burn-out trifft Menschen, die richtig heiß gebrannt haben (möglicherweise sogar an vielen Stellen gleichzeitig) und viel von sich gegeben haben. Meiner Erfahrung nach sind das Personen, die immer sehr gut waren, die Verantwortung getragen haben und auf die sich jeder verlassen konnte.  Wenn diesen Menschen dann plötzlich „das Licht ausgeht“ und sie „ausgeschaltet werden“, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Dann heißt es, Lösungen zu finden, um wieder ins Leben zu kommen.  Und genauso, wie man ein paar Krücken benutzt, wenn man ein Bein gebrochen hat, kann und sollte man sich auch Hilfe holen, wenn man psychische Probleme hat und alleine nicht mehr laufen kann.

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