Connys Welt … oder "higher than heaven" ;-)

Beiträge mit Schlagwort ‘Verzweiflung’

Schimmelgeruch in der Küche / neuer Wasserschaden 2015?


Seit ein paar Tagen bemerke ich im Bereich der Küchenspüle Schimmelgeruch. Ich habe in den letzten 2 Tagen bereits mehrmals den Mülleimer geleert, weil ich dachte, da könnte das entstanden sein. Der Geruch ist manchmal schwächer, manchmal stärker. Ich habe auch die Spülmaschine, die daneben steht, komplett ausgeräumt, weil ich dachte, das da möglicherweise ein Spüllappen, der nicht ganz durchgetrocknet sein könnte, stockig geworden sein könnte. Da sie schon seit Jahren defekt ist, habe ich dort meine frischen Spül- und Geschirrtücher gelagert. Meine Tücher waren aber allesamt tadellos in Ordnung. Daran hat es also auch nicht gelegen. Heute morgen habe ich dann meine kleine Kartoffelkiste nach einer möglicherweise schimmeligen Kartoffel durchgesehen, aber auch da habe ich nichts gefunden.

Vor einer Stunde habe ich auf unserem Parkplatz Sohn und Tochter meiner Nachbarn, die über mir wohnen, angetroffen. Nach ein bisschen Smalltalk erwähnte die Tochter, dass sie in ihrer Küche „alles nass und schimmelig haben und evtl. sogar die Einbauküche wegwerfen müssen“. Mein erschrockenes Gesicht daraufhin war sicherlich Gold wert. Ich dachte, mir zieht jemand den Boden unter den Füßen weg. Sie schimpften über den Vermieter und wie schlecht die Wohnung mittlerweile wäre. Auf meine Frage, ob sie denn den Schaden gemeldet hätten, verneinten sie. Ihre Eltern wären jetzt schon 3 Wochen im Urlaub in der Heimat und sie hätten auch „keine Zeit“ gehabt.

Ich bin ein bisschen ausgerastet. Habe nochmal nachdrücklich klargestellt, dass ich jetzt gerade erst den Wasserschaden im Kämmerchen ersetzt bekommen habe und dieser nicht entstanden wäre, wenn die beiden Mieter über mir aktiv geworden wären. Und jetzt haben sie über mir die Decke nass und alles voller Schimmel und melden das nicht? Wollen sie warten, bis der Schimmel und das Wasser wieder bei mir angekommen ist? Das hab ich auch so klar gesagt. Sie wollen sich morgen darum kümmern und die Verwaltung informieren.

Ich bin sprachlos und total geschockt. Enttäuscht, Verwundert. Wütend. Sauer. Und irgendwie extrem taub innerlich. Ich sehe mich schon wieder mit Handwerkern in der Küche, die die Wand aufreißen, die Küchenschränke abgehängt, Chaos in der ganzen Wohnung, Dreck, Lärm, Ärger – und das wieder über lange Zeit. Die ganzen alten Bilder von letztem und diesem Jahr kommen wieder hoch. Ich bin wie gelähmt.

Heute kann ich keinen mehr erreichen im Mieterservice, aber morgen früh rufe ich da an. Ich glaube nicht, dass die Nachbarn das machen werden. Und die Nachbarn über den Nachbarn über mir sind ja – wie jedes Jahr – von April bis Oktober im Gartenurlaub und immer nur zum Waschen ab und zu mal da. Ich hoffe nur, dass der Verwalter diesmal ans Telefon geht, wenn er meine Nummer sieht. Das ist ja in der letzten Zeit nicht mehr der Fall gewesen. Notfalls muss ich halt wieder über die Zentrale gehen und mich durchschalten lass. Ich hasse das!

 

Ich krieg‘ die Krise! Hiiilfe!

 

 

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Wasserschaden 2014 – Kommunikationsprobleme


Freitag, 21. November
Es ist immer noch nichts passiert. Niemand war hier und hat Feuchtigkeit gemessen.
Auf dem Parkplatz habe ich Herrn A. getroffen, der gerade aus unserem Haus kam. Er schaute mich wie immer die ganze Zeit nicht an. Ich habe ihn angesprochen und gefragt, warum ich fast 3 Wochen nichts mehr von ihm gehört habe und warum noch keiner rauskam. Es wäre immer noch feucht im Kämmerchen. Er meinte, wir hätten uns „darauf geeinigt, dass die Feuchtigkeit aus dem Holz käme“. Das ist aber nicht wahr. Als ich ihm damals gesagt habe, dass das Holz noch riecht, sagte er, das könnte nicht sein, das käme aus der Wand und hat mir nach einer langen Weile einen Maler geschickt, der die Wand nochmal neugemacht hat. Der Geruch kommt meiner Meinung nach aber wieder aus der noch  feuchten Wand und es riecht nach feuchtem Stein und muffig. Das sagte ich ihm auch heute nochmal. Er sagte, wir hätten uns auf die Türen geeinigt und das wäre jetzt so. Basta. Über diese Ignoranz rege ich mich schon auf – auch darüber, dass er die ganze Zeit auf den Boden schaut und mich nicht ansehen kann, als würde er mich gar nicht sehen. Er sagt, er kümmert sich (fragt sich nur, wann) und geht einfach und lässt mich stehen. So kann man es sich leicht machen!
Ich rufe Fr. Z von der Verwaltung an, um nachzufragen, wie es jetzt vorangehen soll und was der Schadensausgleich macht. Sie geht nicht ran, ich erreiche nur den AB. Werde am Montag nochmal versuchen, sie telefonisch zu erreichen.

 

Samstag, 22. November
Ich habe eine Mahnung mit Mahngebühren im Briefkasten, weil ich nur einen Teil der Miete überwiesen habe. Datiert am 20. November mit einem Zeitrahmen von 7 Tagen. Was soll das denn jetzt werden?

 

Montag, 24. November
Ich rufe Fr. Z. nochmal an. Sie wollte den Brief an ihren Chef weiterleiten und die Sache zur Klärung bringen. Ich erzähle ihr von der Mahnung und frage, was das soll. Sie meint, sie hätte vergessen, Fr. G von der Buchhaltung zu informieren, würde das aber nachholen, weil sie das auch „vom Tisch haben will“. Auf meine Nachfrage zur Schadensregulierung sagt sie mir zu, das in dieser bis spätestens nächster Woche zu klären.

 

Dienstag Spätnachmittag, 25. November

Ich rufe Fr. G von der Buchhaltung an, weil ich sichergehen will, dass die Informationen weitergegeben wurden, erzähle von ihrer Mahnung und erkläre, dass die Angelegenheit schon seit vielen Wochen schriftlich bei der Verwaltung vorliegt und ich wegen des Schadens die Miete gemindert habe (in Absprache). Sie wurde von Fr. Z noch immer nicht informiert, will sich jetzt aber selbst erkundigen. Das Schreiben kann ich erstmal als gegenstandslos betrachten.
Es geht doch nichts über reibungslose und verlässliche Kommunikation, oder? *Augen roll*

Ich fühle mich langsam nicht mehr ernstgenommen und es regt mich auf, dass ich Sachen nachfragen muss, die selbstverständlich sein sollten. Seit April ist der Schaden im Haus bekannt, seit Juni sind sie von meinem Schaden informiert (der nicht aufgetreten wäre, wenn sich sich nicht ewig mit der Beseitigung Zeit gelassen hätten.) Seit September habe ich keine Abstellkammer mehr, die Handwerker im Haus, bin ständig auf Abruf zuhause und telefoniere mir die Ohren heiß. Am Sonntag ist der 1. Advent, ich habe immer noch Chaos und bei all dem Mist überhaupt keine Lust auf Weihnachten. Davon abgesehen kann ich nicht mal Deko kaufen, weil der Schaden noch nicht reguliert ist. Mir ist angeboten worden, alte Sachen von anderen zu bekommen, aber das fange ich gar nicht erst an. Damit würde ich mich nicht wohl fühlen, sondern mein Selbstwertgefühl restlos in den Keller schicken. Lieb gemeint von euch, aber ich will das nicht. Danke.

 

Wasserschaden 2014 – Bilder nach dem 1. Tag


Der erste ,Handwerker ist am Mittwoch fertig geworden.. Mein Kämmerchen ist leer – und damit meine ich RICHTIG LEER. Es ist nichts mehr drin. Das meiste wurde weggeworfen, der kümmerliche Rest wartet im Keller auf jemanden, der das reinigen soll.

Am Mittwoch Nachmittag habe ich noch mit dem Malerbetrieb telefoniert, um abzuklären, wann sie kommen würden.  Antwort war, dass sie gerne schon Donnerstag Vormittag kämen, andernfalls am Freitag. Das müsste aber noch von ihnen mit der Baufirma, die das Kämmerchen geleert hat, geklärt werden (wegen Nässe und so). Er würde mich dann später darüber informieren.  Bis Donnerstag Morgen habe ich nichts gehört, bin vorsichtishalber sehr früh aufgestanden, weil ich nicht wusste, ob sie nicht doch ganz früh schon auf der Matte stehen. Als um halb 10 noch niemand hier war, hab ich beim Maler angerufen. Mir wurde mitgeteilt, dass sie erst später am Abend die Termine geklärt hätten und es jetzt feststehen würde, dass sie am Freitag morgen um halb 8 kommen könnten.  So konnte ich zumindest den gestrigen Tag noch anders nutzen – dachte ich zumindest … bis um 11  Uhr der  Bereichsleiter (BL – vormals Hausmeister) schellte, um sich den Stand der Lage anzusehen. Ich habe ihm das ausgeräumte Kämmerchen und das Bad mit der herausgerissenen Decke gezeigt und gleich auf Schäden im Bad, die mir trotz Funzellicht durch die kleine Nachttischlampe aufgefallen sind, aufmerksam gemacht (Waschbecken hat einen Sprung, Oberschrank hat eine Macke und die Duschstange einen Schlag abbekommen, bei dem die Farbe abgeplatzt ist, kein Licht mehr im Bad, Lampe kaputt).  Er sagte zu, dass ich ein neues Waschbecken bekäme, der Elektriker bestellt würde, um einen Schlitz in die Decke zu machen und Kabel in die Mitte zu verlegen, damit eine einfache Deckenlampe, die sie bereitstellen würden, angebracht werden würde (vom Elektriker). Außerdem muss die alte Farbe an der Decke entfernt werden (macht der Maler, der morgen kommt), gestrichen werden kann aber erst, wenn das kaputte Rohr hinter der Kämmerchenwand repariert und dicht ist. ). Außerdem informierte ich ihn über den großen Verlust meiner Sachen aus dem Kämmerchen. Er war ziemlich sauer, dass so viel weggeschmissen wurde. Man hätte doch alles abwaschen können. Da hat er gut reden. Er hat nicht gesehen, dass die Sachen in Brack- und Schimmelwasser standen und nicht mehr zu retten waren. Und das sagte ich ihm auch. Das meiste war grundlegend beschädigt und wurde entsorgt. Der Rest steht im Keller. Er war ziemlich sauer, wollte sich das ansehen. Klar doch – ich hab ihm den Keller aufgeschlossen und ihm die wenigen Tüten gezeigt, die übriggeblieben sind. Als ich sie öffnen wollte, wiegelte er sofort ab, ich sollte die Säcke bloß nicht anfassen (hmm? Sooo giftig ist der Schimmel? Dass meine Tochter und ich nur noch husten, Hals- und Kopfschmerzen haben und auch die Haut verrückt spielt, ist ja schon länger so durch den Dreck, aber nicht mal die Tüte öffnen dürfen?) Er  sagte, dass er Fotos davon machen wollte, wenn die Sachen gereinigt wären und wir verließen den Keller wieder.

Als ich ihn fragte, wie das mit der Schadensliste ist, meinte er trocken, dass ich alles aufschreiben sollte, dürfte aber mit nicht mehr als 100 Euro rechnen. Maximal wären 200 Euro drin. Ich habe ihn entsetzt angeschaut und erklärt, dass er damit nicht auskommen würde, weil so viel weggeworfen würde. Er meinte, dass ab 400 Euro die Stadt Duisburg eingeschaltet würde, das eine Menge Probleme geben würde und das gar nicht möglich wäre.  Ich hab ihm gesagt, dass ich das jetzt noch nicht genau ausgerechnet habe und noch nicht abschätzen kann, wieviel es sein wird – aber auf jeden Fall mehr als 200 Euro (das war alle die Deko schon wert), da ich keine Ahnung habe, WAS im Keller in den Tüten liegt und was davon nach der Reinigung überhaupt noch brauchbar ist. Da sind ja auch meine Elektrogeeräte, Bohrmaschine usw. bei, die nass geworden sind. Ob die noch funktionieren, weiß ich doch jetzt noch gar nicht und kann das auch nicht testen, weil ich es nicht anfassen darf.  Er war auf jeden Fall ziemlich sauer über meine Aussage und fing an, darüber zu schimpfen, dass die Glühbirnen aus dem matschigen, klatschnassen, sich wie Pudding anfühlenden Karton,  weggeworfen worden wären. Die hätte man auch reinigen können, Ebenso wie die Nägel usw. in den verschimmelten Pappkisten. (*ich schüttle mich immer noch bei dem Gedanken*) Ich habe ihm gesagt, dass die Birnen kaputt, nass und rostig und nicht mehr zu gebrauchen waren und dass ich , um eine Birne in die Nachttischlampe, die jetzt als Licht im Bad fungiert, zu schrauben eine Birne aus meiner Flurlampe schrauben musste.  Er hat nur verständnislos den Kopf geschüttelt, aber ich bin nicht bereit, meine Elektrogeräte aufs Spiel zu setzen, indem ich schadhafte Birnen einsetze, die im Schimmelwasser gelegen haben. Er hat gemeint, die würde ich nicht ersetzt kriegen, er könnte mir nur 5 Glühbirnen anbieten, die könnte ich mir abholen? Halloooo??? Auf gar keinen Fall. Habe ihn aufgeklärt ,dass ich mindestens 30, wenn nicht noch mehr diverse Sorten an Leuchtmitteln, normalen Glühbirnen, Energiesparlampen, Strahlern, Reflektoren, Nähmaschninenlampen, Spots usw. in meiner Kiste hatte. Schließlich habe ich viele Lampen in jeder Größe und für jede Gelegenheit und Stimmung in meiner Wohnung (ich glaube, es sind im Moment bei uns so um die 44 Birnchen irgendwo eingeschraubt), wobei ich natürlich immer darauf geachtet habe, für jede Lampe auch gute Reserve im Haus zu haben. Bei uns ist das eben so! Punkt! Er ist dann nach ner halben Stunde mit gegenseitigem Standpunkten erklären wieder gegangen.  Als er weg war, kam meine Verzweiflung und Wut durch, und dann die Kraftlosigkeit, Übelkeit und heftige Kopfschmerzen.  Das kann doch wohl alles nicht wahr sein? Muss ich jetzt um die Sachen kämpfen, die offensichtlich durch die Vermieter an meinem Hab und Gut beschädigt wurden? Ich werde das nicht mehr mit dem BL besprechen, der ja hier die Macht zu haben scheint, da er mir erklärt hat, dass ich mich NICHT  an die Verwaltung zu wenden habe, wenn ich einen Schaden habe (15.07. Schaden bei der Vermieterin gemeldet, die ihn sich sofort angesehen hat. Ich hätte das direkt bei IHM melden müssen, dann hätte ich jetzt keinen Schaden, weil ER es sofort reparieren lassen hätte. Ach soooooooooooooooooo ist das – Der BL steht ÜBER der Chefin. Das konnte ich doch nicht ahnen *Ironie off*.) Grrrrrrrrr. Diese Arroganz ist unerträglich. Aber egal – soll er sein, wie er will. Geht mich nichts an und ich nehme das jetzt NICHT persönlich *Therapiemodus on*. Ich werde die Liste erstellen und sobald mir alle Schäden bekannt sind, werde ich sie weiterleiten. Wer das bezahlt (die Gebäudeversicherung oder die Stadt) ist mir fürchterlich egal, solange ich meinen Schaden ersetzt bekomme. Andernfalls werde ich wirklich Möglichkeiten suchen, die Sache einem Anwalt zu übergeben.  Mietminderung  steht ja auch noch im Raum – für Legionellen seit Juni und Schimmel und Nässe seit Juli. Meine Geduld ist jetzt wirklich am Ende!

 

Und so sieht es im Moment bei mir aus:

Wasserschaden 2014 - Badezimmerdecke1 -  11.09.14 photo 20140910_151536_zpsoh3rek4u.jpgWasserschaden 2014 - Badezimmerdecke2 -  11.09.14 photo 20140910_151527_zpsj4x4qota.jpgWasserschaden 2014 - Badezimmerdecke3 -  11.09.14 photo 20140910_151519_zpsbnnaes5f.jpg

 

 

Wasserschaden 2014 - Badezimmerdecke4 -  11.09.14 photo 20140910_151515_zpsseism8vw.jpgWasserschaden 2014 - Abstellkammer1-  11.09.14 photo 20140910_151457_zpshlyk29zh.jpgWasserschaden 2014 - Abstellkammer2-  11.09.14 photo 20140910_151445_zpsiehlhz0m.jpg

Wasserschaden 2014 - Abstellkammer3-  11.09.14 photo 20140910_151427_zpsvohqk1bq.jpgWasserschaden 2014 - Abstellkammer4-  11.09.14 photo 20140910_151419_zpsiszuveg5.jpgWasserschaden 2014 - Abstellkammer5-  11.09.1 4 photo 20140910_151411_zpssazdimp2.jpg

 

 

 

Wasserschaden 2014 - Abstellkammer6-  11.09.14 photo 20140910_151407_zpsrfqq2mev.jpgWasserschaden 2014 - Abstellkammer7-  11.09.14 photo 20140910_151401_zpsqyp3pvff.jpgWasserschaden 2014 - Abstellkammer9-  11.09.14 photo 20140910_151353_zpswee1vb4p.jpg

 

 

Wasserschaden 2014 - Abstellkammer10-  11.09.14 photo 20140910_151339_zps94jv8iqq.jpg

 

Und morgen geht es – hoffentlich – weiter ….

Wasserschaden zum x-ten


Es hat uns mal wieder erwischt:

Vorhin kam meine Nachbarin, holte ihr „Päckchen“ ab und erzähle beiläufig, dass gleich die Hausverwalterin käme, um sich den Wasserschaden in ihrem Keller anzusehen. Sie erzählte, dass immer, wenn es regnet, ihr Keller (der unter meiner Wohnung liegt) unter Wasser steht, weil das Wasser an der Innenwand herunterläuft. Vor einigen Monaten hatte sie mir schon einmal davon erzählt, danach waren Handwerker im Haus und ich dachte, der Schaden wäre längst behoben. Damals habe ich natürlich sofort in meinem Kämmerchen nachgesehen, ob ich ebenfalls einen Wasserschaden hätte. Dem war aber nicht so. Nur ein Restfleckchen alten Schimmels vom Wasserschaden davor war noch sichtbar. Deshalb nutze ich mein Kämmerchen auch wirklich nur als Abstellkammer für Dinge, die ich nur 2 x im Jahr oder weniger brauche und lasse ansonsten die Türe immer geschlossen. Ich bin ziemlich geruchsempfindlich und alleine nur der Hauch von Schimmelgestank verursacht in mir höchste Übelkeit.

Höchst alarmiert habe ich vorhin mit den schlimmsten Befürchtungen meine Kämmerchentüre geöffnet. Auf den ersten Blick war nichts zu sehen, aber als ich die Wand freigeräumt hatte, hat mich fast der Schlag getroffen. Die Wand ist nass. Es stinkt wie die Pest nach Schimmel.

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Als die Hausverwalterin kam, hab ich ihr den Schaden gezeigt. Sie ist immer sehr freundlich und verständnisvoll und hat mitgekriegt, wie mich dieser erneute Wasserschaden in meiner Wohnung aus der Bahn wirft. Wie oft schon hatte ich mit den Wasserproblemen anderer zu kämpfen? Wie oft schon wurde meine Wohnung aufgehauen, die Badezimmerwand zertrümmert, die Küche demoliert und die Kinderzimmerwand aufgestemmt, ganz zu schweigen von den Aufrissarbeiten im Kämmerchen – immer, wenn jemand über mir einen Rohrbruch hatte. IMMER hatte ich den Schaden. Beim letzten Aufhauen des Kämmerchens habe ich schon nachgefragt, ob sie nicht einen Versorgungsschacht legen könnten, damit nichit immer die Wand aufgehauen werden muss, aber das haben sie nicht gemacht.

Und jetzt ist es wieder soweit. Der Handwerker wird von der Verwaltung informiert und mir stehen wieder diese Drecksarbeiten ins Haus. Ich habe allerdings sofort gesagt, dass ich diesmal nicht mehr bereit bin, die Stromkosten für die Trocknungsgeräte zu übernehmen. Beim letzten Mal wurde mir vorab zugesagt, dass ich die Kosten zurück bekäme, aber letztendlich habe ich nur ca. 1/3 des Geldes zurückbekommen, während bei meiner Nachbarin mit Hausstrom getrocknet wurde und sie nicht einen Cent bezahlen musste. Mir ist egal, wie sie es anstellen, aber ich bin nicht bereit, wieder für anderen Mist zu zahlen.

 

Das Heftigste an dem Schaden diesmal ist, wie ich heute erfahren habe, dass der Rohrbruch in der 2. Etage über meiner Wohnung liegt. Die sehr elitären Bewohner dieser Wohnung verbringen den Sommer hauptsächlich im Kleingarten. Sie wurden – wie man mir erzählte – schon vor Monaten angeschrieben, damit sie sich mit den Handwerkern in Verbindung setzen und den Schaden beheben lassen. Dazu sind sie nicht bereit, weil sie den Sommer im Garten verbringen wollen (keine 10 Minuten mit dem Fahrrad von hier aus). Sie kommen nur ein paar Mal in der Woche, um die Post zu holen. Handwerker dürften, wie ich heute erfuhr, erst Ende September in ihre Wohnung, weil sie erst im Oktober die Saison im Garten beenden würden. Nett, oder?

Bin gespannt, ob oder was jetzt passiert. Ich hoffe und bete nur, dass sie nicht (weil sie oben in die Elitewohnung nicht reinkommen), meine Wand aufhauen und von hier aus das neue Stück einsetzen. Denn eigentlich würde es völlig reichen (wie der Handwerker vor Monaten meiner Nachbarin erzählte), wenn die oberste Wohnung, in der der Schaden entstanden ist, aufgehauen würde. Aber in diesen Haus haben schon Pferde vor die Apotheke gekotzt. Hier ist alles möglich und jeder macht, was er will.

Am Liebsten würde ich einfach ausziehen. In eine Wohnung mit Balkon, frischer Luft und ohne ewige Wasserschäden. Geht aber leider aus vielen Gründen nicht. Ich habe weder die Manpower, noch das Geld für einen Umzug, die Renovierung der alten Wohnung und der Einrichtung der neuen. Meine Freunde wohnen Hunderte Kilometer entfernt und hier ist Ort ist niemand, der mir helfen könnte, seit ich keine Kontakte mehr zum Kleingartenverein oder meinem alten Musikverein habe. (Schon komisch, wenn man bedenkt, dass ich früher überall im Vorstand war und ich da sehr viele „Freunde“ hatte, die bei der Scheidung abgesprungen sind).

Und eigentlich liebe ich diese Wohnung, weil sie prima aufgeteilt ist und Ost- und Westfenster hat. Ich liebe Sonnenauf- und untergänge und könnte mir nicht vorstellen, in einer anders ausgerichteten Wohnung zu wohnen. Da würde mir wirklich etwas fehlen. Morgens werde ich von der Sonne geweckt und abends kann den Sonnenuntergang sehen. Außerdem sind mein Wohnzimmer und das Schlafzimmer schön groß. Das brauche ich, weil ich ja auch viel nähe und mein Zeug unterbringen muss. Das Kinderzimmer ist auch groß genug. Das Badezimmer ist winzig, ebenso wie die Küche. Dabei finde ich eine große Wohnküche, wie wir sie in Altroggenrahmede hatten, viel schöner. Aber sie reicht für 2 Personen.

Meine Gedanken und Sorgen kreisen gerade mal wieder. Das hört einfach nicht auf. Ich bin fix und fertig, verzweifelt, hoffnungslos und kraftlos. Dazu kommt, dass am Freitag mein Auto kaputtgegangen ist, ich nicht weiß, was mir da bevorsteht und sich heute wieder gezeigt hat, dass dringend neue Anziehsachen gebraucht werden, weil die alten sich auflösen. Wie soll ich das nur alles schafffen? Ich kann gerade nicht mehr. Hilfe ist nicht zu erwarten, ich weiß, aber das musste ich jetzt einfach mal rausschreiben, sonst platze ich vor lauter innerer Tränen.

 

 

Die Anfänge der „organisierten Kriminalität“ – oder „Erinnerungen an Gestern“?


Nächste Woche habe ich Geburtstag. Natürlich muss die Wohnung vorher nochmal in Schuß gebracht werden. Das dauert erfahrungsgemäß immer länger als geplant. Natürlich soll dann auch kein Bügelkorb herumstehen. Das Wetter war herrlich, es war zwar eiskalt draußen, aber die Sonne schien wunderbar. Ich öffnete die Balkontür und richtete es mir gemütlich am Bügelbrett ein.

Durch die offene Balkontüre bekam ich mit, wie plötzlich 7 oder 8 Kinder im Alter von ca. 4 – 8/9 Jahren auf die durch hohe Büsche geschützte Wiese vor meiner Tür kamen. Als ich registrierte, dass sie einen von ihnen ärgerten und schikanierten, hörte ich genauer hin und konnte sie dann auch sehen. Da ich am anderen Ende des Wohnzimmers vor dem Bügelbrett gesessen habe, haben sie mich nicht wahrgenommen. Der Größte von Ihnen bot den anderen Kindern zuerst 1, dann 5 Euro an (er hielt dabei ein 2-Euro-Stück hoch), wenn sie den zweitkleinsten auf den Boden schubsen und dann auch noch richtig nachtreten würden. Ich hab‘ gedacht, ich hör‘ nicht richtig und bin sofort zur Balkontür gegangen und hab‘ ein spontanes Donnerwetter losgelassen. Völlig überrascht schauen alle mich an und hörten quasi just inmitten der Bewegung auf. Auf dem Boden lag der gemobbte Junge – über ihm stand einer mit einem dicken Knüppel, den er noch in der hoch erhobenen Hand hatte. Ich habe mir die Jungs dann der Reihe nach ziemlich wütend vorgenommen und sie gefragt, ob sie das in Ordnung finden, wenn alle sich auf einen stürzen, der dazu noch so klein ist? Der mit dem Knüppel blaffte mich an, dass der Kleine ihn beschimpft hätte. Ich hab ihn sofort angefunkelt und gefragt, ob das ein ausreichender Grund für Prügel wäre. Er bejahte und einer der kleineren stimmte zu. Die beiden hab ich mir nochmal vorgenommen und ihnen erzählt, ich würde ihre Mütter kennen und sie heute Abend mal fragen, ob die das auch so sehen würden. Die beiden wurden blass und spielten die Sache runter: „das war doch alles nur Spaß“. Den auf dem Boden liegenden fragte ich, ob er das auch so sehen würde. Er schaute auf den Boden und nuschelte irgendwas Unverständliches. Den zweiten Ja-Sager (einen kleinen Ausländer) habe ich dann direkt gefragt, was wohl sein Vater oder die anderen Männer in seiner Familie von seinem Verhalten halten würden, wenn sie erführen, dass er für Geld Kleinere auf den Boden schmeißen und noch nachtreten würde. Er wurde erst blass und dann knallrot und schaute verschämt zu Boden. Die anderen (Deutsche und Ausländer) wirkten plötzlich auch etwas stiller. Sie haben sich dann vom Platz zurückgezogen. Kaum waren sie außer Sichtweite, hörte ich, wie es weiterging. Pffffff ….. 😦

Das ist jetzt ein paar Stunden her und geht mir immer noch nicht aus dem Kopf. Vielleicht liegt es daran, dass ich – wie bereits berichtet – als Kind auch oft in der Situation des Kleinen war und immer verzweifelt gewesen bin, wenn alle (auch Erwachsene) weggesehen oder es für „nicht so schlimm“ gehalten haben. So hatten meine Märtyrer immer wieder leichtes Spiel. Selbst Vertrauenslehrer, die ich mal eingeschaltet hatte, haben nichts gemacht. Kaum waren wir aus der Tür raus, lag ich schon wieder im Dreck oder wurde die Schultreppe runtergeschubst – von der 3. Etage bis ins Erdgeschoss. Ich „sollte mich alleine wehren“, sagten alle aus der Familie. Das ist schön gesagt – aber WIE wehrt man sich als Kind gegen eine Gruppe anderer Kinder, die sich aufstacheln lassen?

So kann es doch nicht weitergehen! NEIN!

Ich bin damit noch nicht durch, muss mir da noch einige Male selbst vergeben. Heute lasse ich mir nichts mehr gefallen! Ich weiß, was ich will und habe auch genug Mut, das durch Arbeit an mir anzusehen, zu erkennen und entsprechend auszudrücken und durchzusetzen – auch gegen Widerstände. Das muss ich nicht ständig austesten und hab das zur Genüge geübt. Das geht auch heute noch nicht immer vollkommen schmerzlos ab, aber ich bin jetzt erwachsen.

Und nächste Woche bin ich 48! (sGw)

Loslassen


Überall liest man in diesen Tagen vor dem 21.12.12 davon, dass man das Alte „loslassen“ soll. Aber WIE lässt man richtig los? Geht das überhaupt? Bleibt nicht immer etwas bei mir?

Ich kann nicht ganz loslassen!

Gerade habe ich einen ganz traurigen Bericht von einer lieben Person gelesen, die über den bevorstehenden Abschied von ihrer alten Hündin nachdenkt und versucht, damit klarzukommen. Eine andere Frau beschreibt ihre Gefühle nach dem Tod ihrer Katze. Alle diese Gefühle – vorher und nachher – kenne ich auch nur zu gut. Ich muss  Rotz und Wasser heulen, wenn ich daran denke! Die Gefühle hauen mich immer noch um.

Ich musste sehr früh und sehr oft loslassen in meinem Leben. Viele geliebte Wesen haben mich verlassen – manchmal durch ihren Tod für immer – manchmal sind sie einfach aus meinem Leben gegangen (worden). Manchmal wurden sie unverhofft fortgerissen.  Manchmal konnte ich mich von ihnen verabschieden; meistens konnte ich es leider nicht. Und es tut immer noch weh.

Mein Vater, meine Mutter, meine Großeltern, Tante, Cousin – dazu  ein Goldhamster, viele Wellensittiche, meine geliebte Hündin, zwei goldige Meerschweinchen, zwei herzallerliebste Kaninchen – alle leben nicht mehr.

Ex-Freunde, Ex-Partner, Ex-Beziehungen, Familienmitglieder – sie leben noch, aber nicht mehr in meinem Leben.

Ich habe sie geliebt und wurde geliebt. Irgendwann war es vorbei. Vielleicht funktioniert das Leben so? Es gibt niemals eine Garantie für die Dauer – und sei die Liebe noch so tief. Es kann immer jederzeit vorbei sein. Es gibt immer nur ein HEUTE. Was morgen sein wird, weiß niemand. Das ist hart und traurig. Aber besser kurz zu lieben als niemals.

Ich weiß nicht, wie man sich richtig verabschiedet. Ich weiß auch nicht, wie lange oder tief man trauern darf. Mir wurde immer vorgeworfen, ich würde es übertreiben und sollte mal langsam wieder „auf den Boden der Tatsachen“ zurückkommen. Ich sollte mich zusammenreißen, andere müssten das auch. Ich sollte sofort wieder mitten im Leben stehen und im normalen Alltag weitermachen, als wäre nichts passiert. Ich stehe immer noch daneben und bin damit nicht fertig. Wenn so etwas passiert, blutet mein Herz lange und heftig, weil ich ein großes Stück an die Gehenden geschenkt habe. Und ich weine und weine …. .

Einige der Bänder, die uns verbunden haben, sind noch immer da. Vielleicht fesseln sie mich an die Vergangenheit und ich muss sie durchschneiden? Aber tue ich damit den Gegangenen nicht Unrecht? Wie ist das mit der Wertschätzung und dem Respekt? Wie ist das mit der Liebe? Warum gibt es Friedhöfe, wenn man alles durchtrennen und loslassen soll? Und warum sind manche Gräber nach 20 Jahren weg? Muss man dann aufhören zu lieben? Muss ich spätestens dann das Band durchschneiden? Und was ist mit denen, die kein Grab haben oder zu deren Grab ich nie gehen konnte? Wer entscheidet, ob und wann ich gehen lasse? Und was ist mit denen, bei denen ich mich nicht verabschieden konnte oder wo ich im Streit gegangen bin? Und wie komme ich damit klar, eine Entscheidung über Leben und Tod getroffen zu haben, weil ich es musste. Alleine. Den ganzen Weg alleine gehen, weil der andere zu feige war und sich lieber irgendwo vergnügt hat. Ich müsse das verstehen, hat er gesagt. Und wer versteht mich? Und wer hilft mir bei solchen Gängen? Wer ist an meiner Seite und hilft mir mit seiner Kraft und nach seinen Möglichkeiten? Wie soll ich das alles alleine tragen? Wie soll ich damit fertigwerden? Keine Ahnung!

Und dann gibt es noch das Loslassen in Form von Freilassen! Entlassen in die Welt, in die Selbstständigkeit. Auch das ist nicht einfach und mit vielen Sorgen verbunden. Aber es leichter, weil ich weiß, dass sie wieder zurückkommen können und werden.

Vögel müssen fliegen – und ich bin der Baum, auf dem sie immer wieder landen können!

Das gilt auch für Freundschaften. Warum sollte ich klammern? Ich habe durch ca. 12 Umzüge von mir und ungezählten Umzügen von anderen schon viele (beste) Freunde verloren. Mit einigen habe ich noch Kontakt, andere sind einfach weg und von ihnen habe ich nie wieder etwas gehört. Aus den Augen – aus dem Sinn. Vielleicht kann ich mir durch diese ganzen Umzüge und Verluste auch keine Gesichter mehr merken. Also – falls ich mal nicht grüße – habe ich euch einfach nicht erkannt.

Depressionen, Verzweiflung, dumme Sprüche und Hilfe


„Reiß dich zusammen! Lass dich nicht so hängen! Jammere nicht immer soviel herum! Heul doch nicht schon wieder! Gib dir einen Tritt in den Arsch! Du musst dagegen ankämpfen! Wie lange willst du denn noch krank sein? Ich kann es nicht mehr hören! Depression ist doch keine Krankheit! Die Faulen brauchen nur eine Ausrede! Du bist zu sensibel! Schaff dir ein dickes Fell an! Hör doch nicht auf die anderen! Schalt doch einfach ab, wenn du aus der Firma kommst – mach ich auch so! Heulsuse! Memme! Weichei! Stell dich nicht so an, andere müssen da auch durch! Du suchst nur eine Ausrede! Du bist einfach faul und willst anderen auf der Tasche liegen! Mach dir nicht so viele Gedanken um so einen Mist! Hör auf, darüber nachzudenken!  Lass dich ablenken! Du kannst doch nicht den ganzen Tag liegenbleiben! Du musst mal wieder normal werden! Ich versteh nicht, warum du das so schwer nimmst! Geh mal an die Luft, dann geht das wieder!  Du musst dir mal ein bisschen Mühe geben, dann bist du bald wieder fit! Kapierst du nicht, dass du dich einfach anstrengen musst?  Versuch es doch wenigstens mal! Ich kann dir auch nicht helfen! Du gehörst in die Klappse! Du hast nen Knall! Wie lange dauert das denn noch?  Du bist verzweifelt? – so ein Quatsch! Anderen geht es auch mal schlecht! Du bemühst dich nicht genug!  Depression ist doch nur ein Modewort als Ausrede für Faulheit!“

Solche und andere Sprüche sind in Massen auf mich eingeknallt, als ich in die Depression gerutscht bin. Und manche davon höre ich auch heute noch, wenn es mir mal wieder schlecht geht. Als würde ich mich nicht genug anstrengen – vielleicht sogar nur billig um Mitleid heischen. Ich könnte kotzen! Aber selbst dafür fehlt mir dann die Kraft. Ich habe keine Kraft mehr, anderen vermitteln zu wollen, wie es mir geht. Bin dann einfach nur noch leer und abgrundtief müde. Die meiste Kraft brauchen meine Gedanken. Kein Wunder, wenn sie im Dauer-Marathon durch meinen Kopf rasen. Wäre da nicht jeder müde und kraftlos? Es ist dann, als würde ich vom Rest der Welt fallengelassen werden – ab in den Abgrund eines tiefen Brunnens, aus dem ich kein Licht mehr erkennen kann.

Jetzt – nach einigen Jahren mit zeitweiser Hilfe von unterstützenden Tabletten, einer Reha, die mich mit Leuten zusammenbrachte, denen es ebenso geht – und einem guten Therapeuten  schaffe ich es, nicht mehr so tief zu fallen und das Licht im Auge zu behalten. Mit professioneller Hilfe klettere ich immer wieder aus dem Brunnen heraus, der mich mit eisernen Händen umklammern und herunterziehen will. Ich erkenne meistens die Stellschrauben (nicht immer sofort, aber spätestens mit Hilfe), die mich glauben lassen, was ich über mich glaube und wie ich mich immer wieder abwerte –  und ich weiß mittlerweile eigentlich auch, wie lächerlich und unhaltbar sie sind, wenn ich mit einer anderen Perspektive daraufschaue.

Ja, ich kämpfe immer noch! Aber nicht mehr GEGEN die Depression. Nicht mehr GEGEN MICH. Ich kämpfe gegen die Wertvorstellungen über mich, die mir von irgendwelchen Leuten eingetrichtert worden sind und versuche, sie ans Licht zu bringen, zu beleuchten und aufzulösen. Immer gelingt mir das nicht und manchmal kommen sie ganz unverhofft aus Ecken, aus denen ich sie nicht erwartet habe.  Die Leute, die zu mir sagen, ich wäre begriffsstutzig, blöd, wertlos, schwach, eine Belastung, eine Zumutung, unerwünscht usw. können mich mal kreuzweise gern haben. Sie haben keine Ahnung, wie hart ich bereits an mir gearbeitet und immer wieder für mich gekämpft habe.  Für ihre Begriffe ist es nie genug, was ich mache. Aber sie sollen erstmal in meinen Schuhen laufen, bevor sie mich verurteilen. Und selbst dann lasse ich keine Verurteilung für mich mehr zu. Ich versuche, nicht mehr aufzugeben und ich versuche, mich nicht weiterhin zu verletzen.

Über den Weg dahin werde ich hier noch erzählen.

Bis dahin sage ich: Haltet durch und holt euch professionelle Hilfe! Das ist keine Schande, sondern eine Lösung

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